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DIE ZWEITWEINE DER GROSSEN CHÂTEAUX

Alle bekannten Châteaux in Bordeaux haben mittlerweile (mindestens) ihren Zweitwein. Es handelt sich dabei praktisch ausnahmslos um erstklassige Weine von Spitzenlabels wie Château Margaux, Lafite Rothschild, Lynch-Bages, Figeac usw. Das Schöne und Herrliche daran: Man geniesst Top-Weine aus bestem Haus, ähm bestem Château, und dies zu einem süffig vernünftigen Preis.

Heute ist Zweitweine GmbH bereits der grösste Zweitweinhändler der Schweiz. Und wir arbeiten daran, dass man bei uns jeden Zweitwein kaufen oder zumindest bestellen kann.

Was sind Zweitweine?

Der Ausdruck Zweitwein stammt ursprünglich aus dem Bordelais. Mittlerweile ist es indes eine durchaus gängige Art meist europäischer Spitzenweingüter, einen Teil ihres Weins als Zweitwein zu deklarieren und zu verkaufen. Es gibt dafür verschiedenste Gründe wie

  • Überhang von sehr guten Partien, die aber für den Erstwein nicht mehr benötigt werden, weil beispielsweise bereits genug bester Merlot vorhanden war
    marketingtechnische Überlegungen wie Pricing, Wettbewerb usw.
  • jüngere Rebstöcke mit zwar qualitativ erstklassigem Traubengut, aber noch wenig Behang
  • gesteuerte bewusste Verknappungsstrategien

So oder so: Zweitweine bieten den vollwertigen und köstlichen Vorteil, dass man sich zu einem erschwinglichen Preis erstklassige Zweitweine der Spitzenweine erstehen kann.

Der Vorgang

Nach dem Wümmet, also der Weinlese, werden die Weine zunächst sortenrein ausgebaut und vinifiziert. Nach vier bis sechs Monaten bestimmen die Önologen und Weinmacher bei den noch sehr jungen Bordeaux-Weinen die Assemblage, d.h. den Mix oder die Zusammensetzung der so genannten Cuvée, die man aus den verschiedenen vinifizierten Partien erstellen wird. Unter Cuvée versteht man das Endresultat, also jenen Wein, den ein Weingut schliesslich verkauft. Im Bordelais ist das meist ein Mix aus diversen Einzelsortenweinen (Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und weitere je nach Château). Aber eine Cuvée kann auch bloss aus einem einzigen Sortenwein bestehen, was bei vielen sehr teuren Bordeaux der Fall ist wie beispielsweise auch beim Château Pétrus, der zumeist aus 100% Merlot besteht.
Die Cuvée-Bestimmung ist meistens eine Teamarbeit. Mehrere Personen, Önologen, Weinmacher, Weingutbesitzer usw. geben ihr Urteil ab. Dabei wird auf der Basis von kleinen Gebinden, meist Flaschen, verschnitten und probiert, neu gemixt und wieder probiert, bis der optimale Mix (auch Blend genannt) erreicht ist. Aus diesem aufwändigen, aber kreativen Verfahren ergibt sich dann der Wein des Gutes. Auch der Zweitwein durchläuft den genau gleichen Prozess. Anschliessend werden die definierten Cuvées sorgfältig erstellt und für den späteren Verkauf durch die Barrique-Lagerung (im Bordelais) vorbereitet.

KLANGVOLLE NAMEN VON «BERÜHMTHEITEN»

Einige Beispiele von erlesenen Zweitweinen sind Chapelle d’Ausone (Château Ausone), Les Pagodes de Cos (Château Cos d’Estournel), Carruades de Lafite (Château Lafite Rothschild), Pavillon rouge (Château Margaux), Le Petit Figeac (Château Figeac), Clarence de Haut-Brion (Château Haut-Brion), La Croix de Beaucaillou (Château Ducru-Beaucaillou), La Réserve de la Comtesse (Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande) und viele mehr.

Zweitweine haben es mittlerweile zu höchsten Weihen gebracht, erreichen jedoch gewöhnlich, resp. glücklicherweise nicht einmal den halben Preis der Grand Cru, also der Ersten Weine. Dennoch gibt es Umstände, die auch einen Zweitwein in massive Preisregionen hochschnellen lassen. So beispielsweise Les Forts de Latour (Château Latour) oder den eben genannten Pavillon rouge.
In der Subskription des extrem guten Jahres 2000 war als Beispiel der Zweitwein des Château Léoville-las-Cases, der «Clos du Marquis», so sehr begehrt, dass er einen dreistelligen Flaschenpreis erzielte. Nicht gerade das, was unser primäres Ziel ist. Und im 2014 wurde der Zweitwein Carruades de Lafite von anerkannten Degustatoren sogar höhe bewertet als der Erstwein...!